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Platane am Dorftor von Niederröblingen.

Von Steffi Rohland
Betriebe und Haushalte legen zusammen. Für die gepflanzte Platane gibt es sogar fünf Paten. Alle Spender werden bis zur Weihnachtsfeier eine öffentliche Anerkennung bekommen.

Lotta Wagner, Samantha Rothe, Anni Bach, Lucas Koch und Paula Schossig gießen die Platane. 
(BILD: Steffi Rohland)

Niederröblingen/MZ.

Die neugepflanzte Platane am Dorftor von Niederröblingen war Anziehungspunkt für zahlreiche Einwohner des Ortes. Sie waren der Einladung des Gemeinderates und des Kultur- und Traditionsvereins Niederröblingen zur Platanenweihe gefolgt. Sogar fünf Paten hat der Baum, der bereits im Mai gepflanzt worden war.

Aber bevor diese erstmals in Aktion traten, erinnerte Ortsbürgermeister Dieter Pallmann (CDU) wie es zur Neuanpflanzung gekommen war. Vor einem Jahr hatte nämlich ein Baumgutachter festgestellt, dass die über 20 Meter hohe Platane, ein unübersehbares Wahrzeichen des Ortes, krank sei und gefällt werden musste. „Das Urteil sorgte im Ort für Diskussionen“, sagte Pallmann. „Es war eine schwere Entscheidung für den Ortschaftsrat, aber wie man im Nachhinein sieht, war sie richtig.“ Da der Baum prägend für das Ortsbild war, wollte man schnellstmöglich einen Ersatz finden.

Um die Tradition an der Einfahrt zum Dorfkern aufrecht zu erhalten, sollte eine möglichst große Platane gepflanzt werden. Dazu wurde eine Spendenaktion initiiert, die zeigte, wie die Niederröblinger hinter ihrem Dorf stehen. Rund 4 600 Euro wurden von 13 Betrieben und 140 Haushalten und Einzelpersonen gespendet. Davon konnte man nicht nur den bereits mehrjährigen repräsentativen Baum kaufen, sondern auch das Umfeld gestalten. Selbst eine Bank wurde aufgestellt, die bestimmt bald von der Krone beschattet wird. „Alle Spender erhalten eine öffentliche Anerkennung“, kündigte der Ortsbürgermeister an. Bis zur Weihnachtsfeier auf dem Saal des Gemeindehauses soll eine Spendentafel hergestellt werden.

Damit der junge Baum auch anwächst, hatten sich die Mitglieder des Kultur- und Traditionsvereins Niederröblingen etwas Besonderes ausgedacht: Die vier Abc-Schützen Lotta Wagner, Samantha Rothe, Lucas Koch und Paula Schossig sollen als junge Generation die Patenschaft für den Baum übernehmen. „Das heißt ihr müsst aufpassen, dass dem Baum nichts passiert und an heißen Sommertagen vielleicht mal gießen“, gab der Vereinsvorsitzende Hartmut Koch den Kindern mit auf den Weg. Unterstützt werden sie dabei von Anni Bach. Sie ist mit 94 Jahren die älteste Einwohnerin des Ortes. Sie hatte die alte Platane, die mindestens doppelt so alt war wie sie, auch immer nur als riesigen Baum in Erinnerung.

Damit die Patenschaft seinen Anfang nahm, wurde mit Helmewasser gegossen. „Die Helme ist die Flusslandschaft des Jahres“, berichtete Hartmut Koch. „Zumindest der Helmearm, der unmittelbar neben der Platane und dem neu gestalteten Platz entlangfließt, gehört schließlich auch zum Ortsbild.“

Der anschließende gemütliche Nachmittag soll im nächsten Jahr eine Neuauflage erfahren. Natürlich im Schatten der Platane.

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