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­Ein historischer Tag in Allstedt mz_logo.png

Stadtratssitzung: Gremium konstituiert sich - Hauptsatzung in neuer Fassung beschlossen.
VO­N BEATE THOMASHAUSEN, 19.01.10, 17:42h, aktualisiert 19.01.10, 21:53h
 

ALLSTEDT/MZ. Historisch nannte Hagen B­öttger diese erste Sitzung des Stadtra­tes der neu gebildeten Einheitsgemeinde Allstedt. Als ältestes Mitglied des neu gebildeten Stadtrates hatte er am Montagabend eine besondere Aufgabe: Ihm oblag es, die anwesenden Stadträte zu vereidigen und die Sitzung zu führen, bis der Stadtratsvorsitzende gewählt war. "Es ist mir eine Ehre, diese Sitzung eröffnen zu dürfen", sagte Böttger, der für die Interessengemeinschaft Feuerwehr im Allstedter Stadtrat sitzt und auch Ortschaftsbürgermeister von Sotterhausen ist. Einem der elf neuen Ortsteile von Allstedt. Er hoffe, so Böttger, dass diese Stadt, so wie sie jetzt ist, sehr viel für ihre Bürger tun könne und tun werde. Dabei komme es darauf an, dass jeder nicht nur an die Leute in seinem Ortsteil, sondern an alle Allstedter denkt.

Statt bislang 3 500 Einwohnern sind es seit dem 1. Januar 2010 etwa 8 500 Bürger, die zu Allstedt zählen. Im Zuge der Gemeindegebietsreform gingen die meisten Orte der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Allstedt-Kaltenborn in die Stadt Allstedt über. Eingemeindet wurden die Orte Beyernaumburg / Othal, Emseloh, Holdenstedt, Katharinenrieth, Liedersdorf, Mittelhausen / Einsdorf, Niederröblingen, Nienstedt / Einzingen, Pölsfeld, Sotterhausen, Wolferstedt. Insgesamt 20 Stadträte lenken die Geschicke der neuen, großen Stadt.

Bürgermeister Jürgen Richter (CDU), der jetzt hauptamtlich für seine Heimatstadt arbeitet, dankte den Stadträten ausdrücklich dafür, dass sie sich in den nächsten Jahren für Allstedt engagieren wollen. Dass er die Stadt Allstedt so schnell wie möglich arbeitsfähig sehen möchte, daran ließ Richter keinen Zweifel. Er informierte die Stadträte darüber, dass er die Stadtverwaltung straffer organisieren möchte: "Es soll statt dem derzeit viergliedrigen Amt nur noch ein zweigliedriges geben. Eventuell wird eine mittlere Verwaltungsebene installiert. Die Gespräche darüber haben aber gerade erst begonnen."

Auch seine erste Bewährungsprobe musste Bürgermeister Richter bereits bestehen. "Der Winterdienst führte in diesem Jahr Mensch und Technik an ihre Grenzen. Ich habe festgestellt, die Ortsbürgermeister sind in Krisen verlässliche Partner. Das ist eine gute Erfahrung." Richter plant noch im Februar eine erste Gesprächsrunde mit allen Ortsbürgermeistern anzuberaumen. Auch mit allen Gemeindearbeitern wolle er im April ein Gespräch führen.

Zu den ersten Beschlüssen, die der neue Stadtrat fasste, gehörten eine neue Geschäftsordnung und eine geänderte Hauptsatzung. In der Hauptsatzung ist jetzt unter anderem neu festgelegt, dass es vor Sitzungen der Zweckverbände, zu denen die Stadt Allstedt Vertreter entsendet, im Hauptausschuss stets eine Vorberatung geben wird.

Außerdem ist nun geregelt, dass in der Einwohnerfragestunde auch Anfragen zu Tagesordnungspunkten der Stadtratsitzung zugelassen sind. Weiterhin wurde aufgenommen, dass die Schaukästen für öffentliche Bekanntmachungen, die es in den Ortsteilen Einsdorf, Einzingen und Othal gibt, erhalten werden sollen. CDU-Stadtrat Koch stellte den Antrag, dass die Ortschaftsräte anzuhören sein sollen, wenn es um die Planung, Durchführung sowie Vergabe und Lieferung von Leistungen geht. Gemeint sind Investitionsleistungen. Auch diesem Antrag wurde nach kurzer Diskussion stattgegeben. Der neue Passus, dass die Ortschaftsräte bei Investitionen in den Ortsteilen anzuhören sind, wurde in die Satzung aufgenommen.

Noch nicht auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stand die Umbenennung vorn Straßen. Wie Bürgermeister Richter informierte sind in nächster Zeit 35 Straßennamen auf den Prüfstand zu bringen, um Dopplungen in den Ortsteilen zu vermeiden. Für die notwendigen Änderungen in Personalausweisen zum Beispiel habe man jetzt die Regelung getroffen, dass die Adresse 06 442 Allstedt laute. Weiterhin solle man den Namen des Ortsteiles und dann Straße und Hausnummer angeben. Richter: "So ist die Adresse genau zuordenbar."

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