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Eintracht-Bälle nach Afrika

VON RALF KANDEL, 07.12.12, 19:07h, aktualisiert 07.12.12, 20:43h
Gunter Vollmann mit den Bällen, die den jungen Fußballern aus
Gambia Freude bringen sollen. (FOTO: KANDEL, PRIVAT)
NIEDERRÖBLINGEN/MZ. "Die Wahrheit liegt auf dem Platz", so lautet eine alte Fußballer-Weisheit. Manchmal zeigt sich aber auch neben dem Platz, was in einem Verein steckt.

In der Kreisliga Mansfeld-Südharz steckt die Elf von Eintracht Niederröblingen im grauen Tabellen-Mittelfeld fest. Für das Team um Jörg Wittenbecher geht es vorrangig um den Klassenerhalt.

Abseits des Platzes jedoch sorgen die Niederröblinger schon ab und an mal für Schlagzeilen. So, als ihr Oldie-Team im Jahr 2010 ein viel beachtetes Fußball-Freundschaftsspiel gegen die Traditions-Elf des Bundesligisten Eintracht Frankfurt ausgetragen hat. Oder jetzt, indem die Niederröblinger, hierzulande weit weniger beachtet, junge Fußballer aus Afrika unterstützen. Dabei, die Geschichte der Fern-Freundschaft zwischen den Fußballern von der Helme und den Kickern aus dem fernen Gambia begann schon im Jahr 2009. Gunter Vollmann, Mitglied des Oldie-Teams und im Eintracht-Vorstand aktiv, lernte arbeitsbedingt in Wolfsburg Susann Höpfner kennen. Er erfuhr, dass die junge Frau ein Patenkind in Gambia hat und es regelmäßig besucht. Dann ging alles eigentlich schnell. Auf eine entsprechende Frage, was die Kinder in Afrika denn so gebrauchen könnten, bekam er zur Antwort, dass es vor allem an Trikots mangelt. Schnell handelten die Niederröblinger und zwei Sätze ausgedienter Dresse gingen mit auf die Reise nach Afrika.

Nun, drei Jahre später, wurden die Niederröblinger wieder aktiv. Wieder "wühlten" sie in ihrem Vereins-Fundus, und erneut wurden sie fündig. Diesmal sind es Bälle, die mit auf die Reise gehen. Apropos Reise, eigentlich wollte Susann Höpfner schon längst auf Tour sein, doch berufliche Gründe sorgten dafür, dass die Bälle noch in Wolfsburg, hier arbeiten Gunter Vollmann und Susann Höpfner, "auf Lager" liegen.

Doch das stört den Niederröblinger herzlich wenig. Er ist vielmehr froh darüber, dass auch diese Aktion so unproblematisch über die Bühne ging. "Wir haben das Ganze im Vorstand diskutiert und dann gehandelt. Die Bälle haben wir hier höchstens für das Training genutzt, doch den Kindern dort machen sie bestimmt Freude", ist sich Vollmann sicher. "Dass wir helfen, ist eine Ehrensache für den Verein", fügt er hinzu.

Und wenn andere Vereine auch helfen wollen? "Das Interesse ist sicherlich da. Aber es bringt wohl nichts, wenn uns andere Vereine jetzt mit Bällen oder Trikots bombardieren. Sinnvoller wären da sicherlich Geldspenden", so Vollmann weiter.

Für ihn und die Niederröblinger ist jedenfalls klar, dass sie auch künftig einen Blick für das Geschehen abseits des Platzes haben.

Nähere Informationen zu den Aktionen gibt es bei Gunter Vollmann, Telefon: 0176 / 7 09 01 .
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