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15.11.2008 Rassekaninchen auf dem Laufsteg

NIEDERRÖBLINGEN/MZ/SRO - An diesem Wochenende lädt der Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Sangerhausen zu seiner 50. offenen Kreisschau nach Niederröblingen in den Speisesaal der ehemaligen Großschachtanlage "Bernard Koenen" ein. An dieser Ausstellung beteiligen sich Züchter der zehn Vereine des Altkreises Sangerhausen und den Nachbarkreisverbänden Mansfelder Land, Saale-Unstrut Kyffhäuserkreis und Harzkreis. Durch die gemeldete Tierzahl von 480 Rassekaninchen kann der Kreisverband den Züchtern und Besuchern eine Vielzahl der einzelnen Rassen präsentieren.

14.11.2008 Vor 15 Jahren

Schachtröhrenverfüllung und Abrissbeginn der Tagesanlagen: Die Verwahrung der Grubenfelder des Thomas-Münzer-Schachtes und der Bernard-Koenen-Schächte I und II zur Vermeidung von Gefahren jeglicher Art an der Tagesoberfläche erfolgte durch Flutung der Grubenbaue und Verfüllung von insgesamt sieben offenen Schächten.

Während die Flutung im Zeitraum von 1992 bis 1996 erfolgte, wurden die Schächte im Westlichen im Jahre 1993 verfüllt (Münzer-Schacht im Juli 1992 bis Juni 1993, Koenen-Schacht Niederröblingen März bis Juli 1993, Koenen-Schacht Nienstedt - zweites Halbjahr 1993).

Entsprechend der unterschiedlichen Gesteinhorizonte wurden Haldenberge, klassierte Hüttenschlacken, Beton und Ton zur Verfüllung verwendet. In den Monaten November und Dezember 1993 wurde mit dem Abriss des größten Teils der Tagesanlagen der Schächte in Sangerhausen und Niederröblingen begonnen.

*Hans-Jürgen Grunow und Manfred Vollrath vom Verein Mansfelder Bergarbeiter haben für die MZ Daten aus dem Sangerhäuser Kupferschieferbergbau aufgearbeitet.

07.11.2008 Vor 20 Jahren

Abbaueinstellung von Teilen des Westfeldes des Thomas-Münzer-Schachtes: Am 14. Oktober 1988, 3.15 Uhr steht der Fußpunkt des Verbindungsflachens vollständig unter Wasser.

Damit war der Flucht- und Wetterweg nach Niederröblingen abgeriegelt. Nach Inbetriebnahme einer vierten in die Schachtröhre eingebauten Steigleitung von der 5. Sohle nach Übertage konnten ab 1. November 1988 20 Kubikmeter pro Minute Grubenwässer aus dem Schacht gehoben werden, aber bereits Ende November betrugen die Zuflüsse im Schacht 25 Kubikmeter pro Minute.

Mit der Fertigstellung von Betondämmen in der 7. Mittelsohle, 6. Sohle und 6. Mittelsohle im November/Dezember 1988 erfolgte dann der Wasseranstau in dem damit geschaffenen Teilkapselfeld im westlichen Teil der Westfeldes. Am 15. Dezember 1988 erreichte der Anstauprozess das Niveau der 6. Sohle, so dass die Wetterschächte Brücken I und II für die Seilfahrt gesperrt wurden und wenige Tage später der Hauptgrubenlüfter IV abgeschaltet werden musste.

Am 27. Dezember 1988 erreichten die Salzwasserzuflüsse aus dem Flügel 63 mit 30 Kubikzentimeter/min. ihren bis dahin bekannten Höchstwert. Die gesamte Wasserhaltung wurde an diesem Tag eingestellt und die Pumpen abtransportiert. Alle zusitzenden Wässer gelangten von nun an über das Flachen sechs Meter in das o.g. Teilkapselfeld des Westfeldes.

25.10.2008 Gute Infrastruktur sichert künftig Wirtschaftskraft - Das Tor zur "Goldenen Aue"

Wer sich aus Richtung Querfurt kommend Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz nähert, dem öffnet sich der Blick zur Goldenen Aue bis zum mächtigen Kyffhäusergebirge. Das geschichtsträchtige Städtchen ist der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Allstedt-Kaltenborn. Die VG grenzt östlich an den Saalekreis und südlich an den Kyffhäuserkreis im Freistaat Thüringen. Die Infrastruktur wurde in den letzten Jahren durch den Bau der Südharz-Autobahn A 38 nachhaltig verbessert. Nicht nur ein gut ausgebautes Straßennetz lässt Entfernungen schrumpfen - an der Grenze zum Saalekreis in der so genannten Allstedter Heide gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz.

Die Chancen für den Erhalt des Flugplatzes stehen nicht schlecht. Rund um die Start-und Landebahn haben sich bereits Gewerbetreibende angesiedelt und inzwischen gehen dort mehr als 20 Leute einer Arbeit nach 20 Flieger und ein Hubschrauber sind derzeit auf dem Airport stationiert. Mehr als 8000 Flugbewegungen wurden bereits in diesem Jahr registriert. Das ist neuer Rekord. Damit dürfte sich der Flugplatz Allstedt zu einem messbaren Wirtschaftsfaktor für die Region gemausert haben.

Eine Reihe von Betrieben in und um Allstedt hat sich ebenfalls gut entwickelt. Handwerksbetriebe, mittelstädtische Unternehmen wie EMK in Allstedt, BST in Niederröblingen oder erfolgreich arbeitende Landwirtschaftsbetriebe prägen heute das Bild in der Region.

23.10.2008

Erich Mückenheim (81) interessiert sich für alles, was mit der Geschichte des Mansfelder Landes zu tun hat. So trat er als 100. Mitglied dem Verein Mansfelder Berg- und Hüttenleute bei. Der gebürtiger Hornburger fand dort Menschen, die die gleichen Interessen haben wie er: Bergbaugeschichte. Sein Hobby ist es, nach Unterlagen alte Schächte, Lichtlöcher und Schlüsselstollen mit Gleichgesinnten zu erkunden.

Erich Mückenheim war einst im Mansfeld Kombinat in der Bergbauforschung tätig. Von Haus aus Landmaschinenschlosser, wechselte er 1954 von der Wismut zum Zentralen Konstruktionsbüro auf dem Lademannschacht, wo er eine Spezialausbildung zum Elektroschlosser absolvierte und sich zum Meister der Industrie qualifizierte. Die Ausbildung wurde seinerzeit von der Bergbauingenieurschule Eisleben betreut, der es sich heute noch verbunden fühlt.

Viele Auszeichnungen unter anderem den Ehrentitel "Bester Neuerer" erhielt er für den Aufbau der Hydraulikwerkstatt unter Tage in Niederröblingen, die er bis zum Beginn der 1980er Jahre leitete. Infolge Krankheit wechselte er von der Unter-Tage-Tätigkeit nach Übertage, wo er bis zur Rente als Arbeitsvorbereiter tätig war. Doch Rente bedeutet für den lebhaften Senior nicht Ruhestand, sondern die Gelegenheit, sich Wissen über die Geschichte seiner Heimat anzueignen und es zu vertiefen.

10.10.2008 Erdgastrasse von Tschechien bis Belgien durchquert Sachsen-Anhalt.

Raumordnungsverfahren ist eingeleitet. Meterdicke Schlange windet sich durch Allstedter Flur

ALLSTEDT/MZ/BTH - Durch die Allstedter Flur wird eine Erdgasleitung verlegt. Das Landesverwaltungsamt leitete jetzt das Raumordnungsverfahren für die neue Erdgastrasse ein MET - "Mitteldeutsche Transversale".

Die geplante Erdgasleitung durchquert Deutschland auf einer Strecke von 740 Kilometer von der tschechischen Grenze bei Sayda durch Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen bis zur belgischen Grenze bei Eynatten. Über diese Leitung werden in Zukunft bis zu fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr aus Russland und dem kaspischen Raum sowie verflüssigtes Erdgas aus Kroatien nach Deutschland und Westeuropa transportiert.

In Sachsen-Anhalt liegen genau 100 Kilometer der Trasse, die einen Rohrdurchmesser von einem Meter haben wird. Bei Gatterstädt im Saalekreis wird eine Verdichterstation errichtet. Von dort aus geht es durch die Gemarkungen Winkel, Mittelhausen, Wolferstedt, Allstedt, Nienstedt und Niederröblingen weiter in Richtung Sangerhausen und Wallhausen.

Verlauf nahe der Autobahn

Im Bereich zwischen Wolferstedt und Sangerhausen befindet sich dabei die Erdgastrasse meistens in unmittelbarer Nähe der Autobahn 38, hieß es jetzt aus dem Bauamt in Allstedt.

"Für die Errichtung der Erdgasleitung wird ein etwa 30 Meter breiter Baustreifen benötigt. Dieser wird jedoch nach Fertigstellung der Arbeiten bis auf einen 6 Meter breiten Schutzstreifen direkt über der Leitung wieder bepflanzt und auch landwirtschaftlich genutzt werden können", erklärte Bauamtsleiterin Karina Tetzel.

Bei der Planung wurde beachtet, dass ökologisch wertvolle Bereiche möglichst wenig in Anspruch genommen werden. Ebenso wurde berücksichtigt, dass ausgewiesene Baugebiete und hochwertige Waldflächen umgangen werden. Dort, wo Eingriffe in Natur und Landschaft unvermeidbar sind, werden bestehende Trassen von überregionalen Fernleitungen, Freileitungen oder Korridore entlang von Straßen oder Autobahnen genutzt.

Das jetzt eingeleitete Raumordnungsverfahren solle prüfen, ob die geplante Leitungstrasse realisierbar ist und welche Aspekte bei der Konkretisierung der Planung zu beachten sind, so die Bauamtsleiterin. Dem Raumordnungsverfahren folgt im Jahr 2010 ein Planfeststellungsverfahren, bei dem der genaue Leitungsverlauf und die erforderlichen Naturschutzmaßnahmen festgesetzt werden.

Baubeginn im Jahr 2011

Die Bauarbeiten für die Leitung sollen zwischen 2011 und 2013 stattfinden.

Die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren liegen in der Zeit zwischen 17. November und 19. Dezember diesen Jahres in den betroffenen Gemeinden und in der Bauverwaltung im Rathaus Allstedt zur öffentlichen Einsicht aus.

10.09.2008 Aufwendige Bauarbeiten für Brückenschlag über A 71 - Schmücke- Tunnel fast fertig Neue Helme-Brücke wächst

Niederröblingen/MZ. Die Bauarbeiten zwischen dem künftigen Autobahndreieck (AD) Südharz an der A 38 und der Helme-Niederung zwischen Nieder- und Oberröblingen laufen auf Hochtouren. Auf diesem Abschnitt sind Bauarbeiter derzeit dabei, die Brückenbauten für die künftige A 71 aus Sömmerda kommend über die Helme und den Helmegraben vorzubereiten. Erste Fundamente für die Bauwerke sind bereits gegossen. Eine Arbeitsgemeinschaft, die die Möldersbaugesellschaft und die Hall-Bau GmbH aus Halle gebildet haben, hatte für das Bauvorhaben von der Planungsgesellschaft Deges den Zuschlag erhalten.

Nach wie vor gestalten sich die Arbeiten im Feuchtgebiet der Helme nach Angaben der Baufirmen nicht einfach und sind sehr aufwendig, wie auch aus der Luft zu sehen ist. Die Kosten für den Bau der Brücken über die Helme bei Niederröblingen (255 Meter) und den Helmegraben (78 Meter) belaufen sich laut Planungsgesellschaft Deges zusammen auf rund 13 Millionen Euro. Dazu zählt auch die Brücke über die thüringische Helme bei Voigtstedt. Die Fertigstellung der Brückenbauwerke erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2010.

In diesem Jahr sollen die Ausschreibung und der Baubeginn für den Abschnitt AD Südharz bis Abfahrt Artern (9,2 Kilometer) erfolgen. Mit einem Endtermin sind die Planer vorsichtig. "Dazu gibt es noch zu viele Unwägbarkeiten", hieß es. Inzwischen gibt es laut Deges den Planfeststellungsbeschluss für den 11,3 Kilometer langen Abschnitt der A 71 zwischen Sömmerda und Hemleben im Kyffhäuserkreis. Im 1 700 Meter langen Schmücke-Tunnel zwischen Hemleben und Oberheldrungen seien die Arbeiten so gut wie abgeschlossen.

Der vierstreifige Neubau der A 71 zwischen Sömmerda und dem Autobahndreieck "Südharz" ist 36 Kilometer lang. Davon werden 4,9 Kilometer auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts gebaut. Die Kosten für Bau und Grunderwerb belaufen sich nach Deges-Angaben auf etwa 507 Millionen Euro. Mehr als 293 Millionen Euro bringt die Deges auf, teilweise wird der Bau des A-71-Abschnittes mit Efre-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gefördert.

Der Flächenbedarf allein in Thüringen beträgt rund 590 Hektar und umfasst 2 760 Flurstücke. Der Bedarf an Flächen für den Autobahnbau in Sachsen-Anhalt beträgt etwa 50 Hektar und umfasst 455 Flurstücke mit 330 Eigentümern und Pächtern.

06.09.2008 Rampen für die Autobahnbrücken über Helme im Bau Trasse der A 71 wächst

Niederröblingen/MZ/pl. Die A 71 (Sangerhausen-Schweinfurt) wird zu Beginn des kommenden Jahres wieder ein Stück wachsen. Nach Angaben der Planungsgesellschaft Deges ist die Ausschreibung für den Bau der Autobahntrasse zwischen der Anschlussstelle Artern und dem Autobahndreieck Südharz bei Sangerhausen abgeschlossen. "Im Frühjahr wird dort gebaut", sagte Deges-Bereichsleiter Joachim Wintjen.

Von dem rund 9,2 Kilometer langen Abschnitt befinden sich 4,9 Kilometer auf sachsen-anhaltischem Gebiet. Nach jetzigem Stand der Dinge werde die A 71 ab dem Jahr 2012 durchweg befahrbar sein. Allein der Streckenabschnitt zwischen Sömmerda und Sangerhausen (Dreieck Südharz) kostet laut Deges rund 300 Millionen Euro.

Indes wachsen auch die Rampen für die Autobahnbrücken über die Helme und den Mühlgraben bei Niederröblingen. Rund 135 000 Kubikmeter Erde werden laut Deges, derzeit im Ried zwischen Ober-und Niederröblingen bewegt.

05.09.2008 Guten Morgen, liebe Leser!

Bei Zahlen muss man als Journalist höllisch aufpassen. Das jüngste Beispiel dafür lieferte der Beitrag über den Koenen-Schacht in Niederröblingen, der vor 50 Jahren seinen Betrieb aufnahm. Bis zur Schließung im Jahre 1990 wurde über diesen Schacht eine Fläche von rund 14,2 Quadratkilometer Flöz abgebaut. Um das anschaulicher zu machen, hatten wir diese Angabe in die Größe von Fußballfeldern umgerechnet - und dabei eine Zahl von 2 840 Feldern angegeben.

Doch das rief prompt einige Leser auf den Plan. Sie bezogen sich darauf, dass ein Fußballfeld in der Regel 70 mal 105 Meter groß ist und demzufolge lediglich 1 932 abgebaut wurden. Wir waren von 50 mal 100 Metern ausgegangen. Beides ist möglich, doch je größer das Feld, umso geringer erscheint die Leistung der Bergleute. Und das wollten wir erst recht nicht.

05.09.2008 Vor 35 Jahren

Stromausfall auf den Bernard-Koenen-Schächten: Aufgrund einer Havarie im Umspannwerk Oberröblingen kam es am 5. Dezember 1973 im Verlaufe der Frühschicht zu einem Stromausfall auf den Bernard-Koenen-Schächten in Niederröblingen und Nienstedt, wodurch auch die Seilfahrtsanlagen ausfielen. Die sich im Schacht befindende Belegschaft der Frühschicht musste erstmalig mit einer fast acht Kilometer langen Fahrung zu Fuß den einzigen Fluchtweg zum Thomas-Münzer-Schacht, dessen Stromversorgung vom Kraftwerk Eisleben erfolgte, über die ansteigenden Flachen 8x und 7x sowie das Verbindungsflachen und den Querschlag 7. Sohle nutzen. Nach der dortigen Seilfahrt wurden die Kumpel mit Bussen nach Niederröblingen und Nienstedt gefahren.

30.08.2008 Produktionsaufnahme vor 50 Jahren - DDR-Kupfererzförderung im August 1990 eingestellt - Halden als Erinnerung mit Koenen-Schacht endet Bergbau

Am 1. September vor 50 Jahren begann auf der Schachtanlage "Bernard Koenen" in Niederröblingen die Produktion. Es war der letzte Schacht der Kupfererzförderung in der DDR. Mit ihm endete auch ein Stück Industriegeschichte der Region.

Niederröblingen/MZ. Die Schachtanlage "Bernard Koenen" bei Niederröblingen bestand bis zum Ende der Produktion am 10. August 1990 aus den Schächten "Bernard Koenen 1" in Niederröblingen als dem Hauptschacht und den Flucht- und Wetterschächten "Bernard Koenen 2" in Nienstedt und dem Bohrschacht Mönchpfiffel. Der Bernard-Koenen-Schacht 2 war außerdem Förderschacht für taubes Gestein. Ein weiterer, bei Holdenstedt vorgesehener Schacht wurde nicht vollendet.

725 Meter unter Erde

Die untertägige Verbindung zwischen den Bernard-Koenen-Schächten 1 und 2 wurde in der 8. Sohle bereits am 19. Juni 1959 hergestellt. Die Auffahrung der Flucht-und Wetterverbindung zum Thomas-Münzer-Schacht in Sangerhausen, der auch im August 1990 still gelegt wurde, erreichte erst im Januar 1961 im Niveau der 6. Sohle ihr Ziel. Der Abbau des Kupferschieferflözes zur Erzgewinnung begann am 1. September 1958 in der 9. Sohle (587 Meter unter Normalnull bzw. 725 Meter unter dem Gelände) mit dem traditionellen Huntestreb-Verfahren.

Modernere Technologien wie der Einsatz des Plattenbandes, des Einschienenförderers (1959) oder des Geradstrebes (1960) wurden nach und nach eingeführt und verbesserten die Arbeitsbedingungen vor Streb erheblich. Später vervollständigten der hoch mechanisierte Schälschrapperstrebbau (1969) und der vereinzelt eingesetzte Strebbruchbau (1979) die Palette der Abbauverfahren.

Aus dem Grubenfeld der Schachtanlage "Bernard Koenen" wurden seit 1958 insgesamt 13,9 Millionen Tonnen Erz mit einem Metallinhalt von 315 800 Tonnen Kupfer und 1 579 Tonnen Silber gefördert. Dabei wurden im Jahre 1967 mit 747 300 Tonnen Erz und einem Metallinhalt von 18 863 Tonnen Kupfer und 94,3 Tonnen Silber die höchste Jahresförderung der Schachtanlage überhaupt erreicht.

Die Belegschaftsstärke betrug im gesamten Produktionszeitraum bis 1989 durchschnittlich 3 677 Personen, wobei in den Jahren von 1966 bis 1977 immer über 4 000 und im Jahr 1967 maximal 4 721 Personen beschäftigt waren. Anschließend nahm die Belegschaftsstärke bis zum Jahr 1989 kontinuierlich bis auf 3 457 Beschäftigte ab.

Das Grubenfeld wies bei Einstellung des Bergbaus am 10. August 1990 eine insgesamt abgebaute Fläche von 1,42 Quadratkilometern (Das entspricht einer Fläche von etwa 2 840 Fußballfeldern.) und einen bergmännisch geschaffenen Hohlraum von etwa 6,3 Millionen Kubikmeter auf. Im Zuge der nach der Abbaubeendigung erforderlichen Verwahrung der Gruben wurden die Schächte verfüllt und das Grubenfeld über Bohrungen mit Helmewasser geflutet. Diese Vorhaben waren im Jahr 1996 abgeschlossen.

Aus Zechsteinkalk

Die heute noch an den Standorten Niederröblingen und Nienstedt weithin sichtbaren Halden entstanden während der Betriebszeit der Schächte. Die Halde des Koenen-Schachtes 1 weist eine Höhe von 125 Meter über Gelände auf und enthält auf einer Fläche von 14 Hektar etwa 13,2 Millionen Tonnen Gestein. Die Halde des Schachtes 2 in Nienstedt erreicht eine Höhe von 100 Metern und weist bei elf Hektar Fläche einen Inhalt von 9,4 Millionen Tonnen Haldenmaterial auf.

Das Haldenmaterial besteht zum überwiegenden Teil aus Zechsteinkalk. Es sind aber alle in der Grube angetroffenen Gesteine enthalten, auf der Halde des Schachtes 1 auch in größeren Mengen Steinsalz. Die Halde in Nienstedt weist wegen der dort verstürzten oberkarbonen Ge-steine aus den Auffahrungen zum Baufeld Osterhausen einen deutlich rötlichen Farbton auf.

Das Betriebsgelände des Bernard-Koenen-Schachtes 1 wird heute von dem Bergbau- und Tiefbauunternehmen BST Mansfeld GmbH & Co KG genutzt, das versucht, an diesem Standort die bergmännischen Traditionen zu erhalten und auch wieder Berglehrlinge ausbildet. Das Gelände des Schachtes in Nienstedt teilen sich zur Zeit drei mittelständische Unternehmen.

An den ehemaligen Bergbau erinnern neben den Spitzkegelhalden das letzte erhalten gebliebene Fördergerüst einer großen Schachtanlage in Nienstedt, ein Doppelbock-Fördergerüst von 51 Meter Metern Höhe, sowie auf dem Gelände des Schachtes in Niederröblingen ein vom Eigentümer liebevoll gestaltetes Denkmal aus Förderwagen.

30.08.2008 Sigmund Jähn im Jahr 1979 zu Besuch

Zum Zeitpunkt der Produktionsaufnahme hieß die Anlage VEB Kupferbergbau Niederröblingen, 1960 kam sie zum Mansfeld-Kombinat. Zu Ehren des 15. Jahrestages der DDR erfolgte am 6. Oktober 1964 die Verleihung des Namens Schacht "Bernard Koenen". Die Schachtanlage in Niederröblingen war notwendig, um den südlichen Teil der Sangerhäuser Lagerstätte abbauen zu können.

Anhand von Bohrergebnissen wurde das Projekt zur Erschließung der Lagerstätte im Raum Edersleben, Niederröblingen bis Nienstedt mit Erweiterungsmöglichkeiten in Richtung Allstedt und der Hochscholle zwischen Nienstedt und Einsdorf erarbeitet. 1951 begannen die ersten Bauarbeiten auf dem zukünftigen Schachtgelände. Im Januar 1952 nahm man die Teufarbeiten auf. Zum Jahresende 1954 hatte man trotz hoher Wasserzuflüsse eine Teufe von 364 Metern erreicht. 1955 war die Endteufe mit rund 693 Metern erreicht, im April 1957 erfolgte die Inbetriebnahme der Schachtförderung.

1972 fand auf der Schachtanlage Bernard Koenen die Festveranstaltung des Ministerrates zum Tag des Bergmanns statt. 1974 wurde das Werk mit der höchsten Auszeichnung der DDR, dem Karl-Marx-Orden, geehrt. 1979 kam der Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn zu Besuch.

25.08.2008 Verein G8 Edersleben/Riethnordhausen blickt auf 20 Jahre zurück Kaninchenzüchter sehen Nachwuchs im Kommen

Riethnordhausen/MZ. Die Wertstoffaufbereitungs-GmbH Riethnordhausen war am Wochenende Anziehungspunkt für Züchter, Halter und Freunde der Rassekaninchenzucht. 625 Kaninchen boten einen interessanten Einblick in die Ergebnisse der erfolgreichen Nachzucht in diesem Jahr. Daneben rundeten sechs Erzeugnisse aus Kaninchenfell und Handarbeiten die Ausstellung ab.

Zehn Vereine mit 170 Mitgliedern des Kreisverbandes Sangerhausen der Rassekaninchenzüchter stellten aus. Ergänzt wurde die offene Kreisjungtierschau durch Aussteller aus den Kreisverbänden Sömmerda, Kyffhäuserkreis, Saale-Unstrut und Mansfelder Land. Die Jugendzüchter waren mit 16 Zuchtgruppen vertreten. "Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken", sagte Jörg Hilpert, erster Vorsitzender des Kreisverbandes Sangerhausen.

In ihrer Eröffnungsrede würdigte die Schirmherrin, Landtagsabgeordnete Nadine Hampel (SPD), das Engagement der Rassekaninchenzüchter und gratulierte dem ausrichtenden Verein der Rassekaninchenzüchter G8 Edersleben/Riethnordhausen zum 20-jährigen Bestehen. Der Verein hat derzeit 42 Mitglieder, davon vier Jugendliche. Die Mitglieder kommen nicht nur aus den namensgebenden Orten, sondern auch aus Wolferstedt, Bennungen, Niederröblingen, Artern, Sangerhausen und Oberröblingen. Zu den Gründungsmitgliedern, die heute noch aktive Züchter sind, gehören Günter Thorhauer, Carsten Pescht, Detlef Koch, Jürgen und Bärbel Kümmling, Albrecht und Elfi Tröster sowie Jörg Hilpert.

Vereinsvorsitzender Jürgen Kümmling resümierte: "Acht Mal wurde unser Verein im Leistungswettbewerb ´Kreisvereinsmeister´ und einmal ´Bester Verein im Landesverband´." Aber auch Züchter, wie Albrecht Tröster (Widder), Horst und Katharina Böckl (Deilenaar) sowie Jörg Hilpert (Mecklenburger Schecken blau weiß) stellten mehrfach Deutsche Meister und Bundessieger. Allein bei der Landesschau Sachsen-Anhalt im Dezember 2007 räumte der Verein G 8 elf Landesmeistertitel ab.

Bei so vielen Vorbildern fällt es auch den Jugendlichen leicht, in erfolgreiche Züchterfußtapfen zu treten. Bestes Beispiel ist der 12-jährige Stephen Reitmann, der auch bei der Kreisjungtierschau für seine Sammlung Zwergwidder thüringerfarbig-weiß einen Ehrenpreis erhielt. "Für ihn war es der Lohn einer sehr aufwendigen Aufzucht", sagte Jörg Hilpert. Von den fünf Jungtieren war nach zwei Wochen die Mutter gestorben. Da haben Stephen und seine Mutter die Jungen mit der Flasche aufgezogen.

Die bei der jetzigen Kreisjungtierschau teilweise sehr gut bewerteten Jungtiere lassen auf große Erfolge hoffen. Davon können sich die Züchter und Freunde bei der 50. Offenen Kreisschau im November in Niederröblingen überzeugen.

Bergbau startet mit Ausbildung

Wettelrode/MZ/hko. Erstmals seit knapp zwei Jahrzehnten werden jetzt wieder 21 junge Bergleute im Landkreis Mansfeld-Südharz und dem benachbarten Kyffhäuserkreis (Thüringen) ausgebildet. Die künftigen Bergbaumechaniker wurden gestern im Schaubergwerk und Bergbaumuseum Röhrigschacht im Sangerhäuser Ortsteil Wettelrode traditionell begrüßt.

Nachdem Tausende Bergleute aus der Region Südharz-Kyffhäuser nach der Wende ihre Arbeit verloren, weil Kupferschiefer und Kalisalz nicht mehr abgebaut wurden, zeichnet sich wieder Bedarf an Bergleuten ab: in Schaubergwerken, für Sicherungsarbeiten im Altbergbau, im Tunnel- oder Spezialtiefbau, mittelfristig vielleicht sogar für die Produktion untertage.

Deshalb haben sich mehrere Firmen aus der Region zusammengeschlossen. Zum Beispiel hat die Firma Bergbau, Stollen- und Tunnelbau (BST) Mansfeld mit Sitz in Niederröblingen sieben Lehrlinge eingestellt. Auch die Rosenstadt Sangerhausen GmbH, die unter anderem das Schaubergwerk in Wettelrode betreibt, bildet zwei Bergbaumechaniker aus. Hinzu kommen Lehrlinge aus Sondershausen und Bleicherode. Die praktische Ausbildung erfolgt an verschiedenen Standorten, die Theorie wird in Sondershausen unterrichtet.

23.08.2008 BST Mansfeld braucht Nachwuchs für Niederröblingen - Auch die Rosariums GmbH mit im Boot Firmenpool bildet wieder Bergleute aus

Wettelrode/MZ. Der Beruf des Bergmanns hat wieder Zukunft. Davon war Bernd Aberle, Geschäftsführer von BST (Bergbau, Stollen- und Tunnelbau) Mansfeld mit Sitz in Niederröblingen, schon immer überzeugt. Und das sieht auch Antje Siemann, Geschäftsführerin der Rosenstadt Sangerhausen GmbH nicht anders. BST und die Sangerhäuser Touristik-Experten kooperieren inzwischen und setzen ein Vorhaben um, was im Frühjahr bei einer gemeinsamen Beratung ins Laufen gebracht wurde.

Beide Unternehmen gehören zu einem Firmenpool aus der Region, der wieder Bergleute ausbildet. Sieben künftige Bergleute hat die BST Mansfeld Niederröblingen eingestellt und zwei künftige Bergbaumechaniker schickt die Rosenstadt Sangerhausen GmbH ins dreieinhalbjährige Ausbildungsrennen. Gestern fuhren die Bergleute in spe im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Schacht des Bergbau-Museums in Wettelrode ein und begannen damit offiziell ihre Ausbildung.

Unter ihnen sind Florian Kraft, 18, aus Sittendorf und Remo Korn, 17, aus Wettelrode. Beide haben einen Realschulabschluss in der Tasche und wollten unbedingt einen technischen Beruf erlernen. Während einer Ausbildungsmesse im Rosarium wurden sie fünfig und bewarben sich - nun haben sie längst ihren Ausbildungsvertrag in der Tasche und werden auch in Wettelrode ausgebildet.

Zu den neun Lehrlingen aus Niederröblingen und Sangerhausen gesellen sich zwölf junge Männer aus dem Thüringischen. Sie werden von Bergbauunternehmen aus Sondershausen und Bleicherode in die Bergbauklasse geschickt, weil man auch dort qualifizierte Leute für bergmännische Arbeiten braucht. Für Aberle liegt die Notwendigkeit, Bergleute auszubilden, auf der Hand. "Wir sind schlicht und ergreifend überaltert", so Aberle. Die Alterspyramide des Unternehmens stelle sich negativ dar, die aus DDR-Zeiten hoch qualifizierten Bergleute gingen nach und nach in den Ruhestand. "Da brauchen wir frisches Blut, um die Aufgaben unter Tage zu erfüllen", so der BST-Chef.

Mit der Ausbildung von künftigen Bergleuten werde ein neues Kapitel Bergbaugeschichte in der Region aufschlagen und auch für Wettelrode würden die Weichen auf Zukunft gestellt. Denn der Museumsschacht würde ein wichtiges Ausbildungsmodul sein. Die künftigen Bergbaumechaniker werden nämlich in verschiedenen Unternehmen ihre praktischen Tätigkeiten erlernen und dazu gehört Wettelrode als Ausbildungsstützpunkt. Weil auch da "noch richtiger Bergbau" anzutreffen sei.

"Wir brauchen hoch motivierten und gut ausgebildeten Nachwuchs", sagte Aberle gestern bei der Begrüßung der Auszubildenden. Die Auftragslage für Spezialarbeiten unter Tage sei gut. Und aus jetziger Sicht würden nach der Ausbildung alle jungen Männer vom Unternehmen übernommen.

 

18.07.2008 Sportlerball am Abend Sportfest mit Dorfduell als Höhepunkt

Locker und familienfreundlich geht es am kommenden Wochenende auf dem Sportplatz in Niederröblingen zu. Beim traditionellen Sportfest ist einer der Höhepunkte der fußballerische Vergleich zwischen dem Ober- und Unterdorf. Das prestigeträchtige Duell der Gemeinde, das im Vorjahr das Unterdorf gewann, steht am Nachmittag (Anstoß 15.30 Uhr) auf dem Terminplan. Bereits ab 10 starten sportliche Wettkämpfe für die Jüngsten des Ortes. Ab 12.30 Uhr können die Kinder mit einem Schlauchboot in der Helme Schippern. Um 15 Uhr ist der Auftritt der Tanzgruppe vorgesehen, ein Kuchenbasar startet ebenfalls um 15 Uhr. Neben einem Teamwettkampf im Neun-Meter-Schießen beschließt am Abend der Sportlerball den Tag.

15.07.2008 Zum 10. Mal Tag des Bergmanns auf dem Röhrigschacht Erinnerungen an den Bergbau Premieren zum Jubiläumsfest

Wettelrode/MZ. Am Sonntag feierten die Sangerhäuser Bergleute mit vielen Gästen den Tag des Bergmanns und das 15-jährige Bestehen des Landesverbandes der Bergmann-, Hütten- und Knappenvereine Sachsen-Anhalt auf dem Gelände des Bergbaumuseums Röhrigschacht Wettelrode.

Nach einer sehenswerten Parade der beteiligten Vereine überreichte Rosenkönigin Juliane I. im Festzelt die Fahnenschleifen zur Erinnerung an diesen Tag. Für Gerhard Niechwiejczyk, Mitglied des Vereins der Mansfelder Bergarbeiter Sangerhausen, ist es "immer wieder eine innerliche Genugtuung zu sehen, dass man anerkannt wird". 40 Jahre war er auf dem "Thomas-Münzer-Schacht" als Schießhauer und Brigadeleiter tätig. Der 73-Jährige freut sich über jede Gelegenheit, sich mit den alten Kumpels zu treffen. "Wir sind nun alle über 70, wer weiß wie lange noch", sagt er.

Traditionell eröffnete der zum "Bergmannschor" ernannte Männerchor "Concordia" Wettelrode den Bergmannstag im Festzelt. Unter seinen Liedern hatte ein ganz aktuelles Bergmannslied aus der Feder des Chorleiters Lothar Morgner seine Uraufführung.

Unter viel Beifall nutzte Olaf Venohr, Vorsitzender des Chorkreises Südharz, die Gelegenheit, einigen Chormitgliedern die Auszeichnungen des Landes- und Bundesverbandes zu überreichen. Zum Abschluss ihres Auftrittes sang der Männerchor mit allen Gästen im Festzelt die Bergmannshymne "Glück auf". Der 10. Tag des Bergmanns auf dem Gelände des Bergbaumuseums Röhrigschacht Wettelrode stand überhaupt ganz im Zeichen von Premieren: Erstmals wurden der Kinderbergmannstag und das 1. Wettelröder Montanistische Kolloquium durchgeführt. Um die Erinnerung an den Bergbau aufrecht zu erhalten sei das Heranführen der jüngeren Generation an die Bergbautraditionen wichtig.

Im Vorfeld des ersten Kinderbergbergmannstages beschäftigten sich die Kindereinrichtungen und Schulen intensiv mit dem Thema. Sie befragten Erich Hartung vom Bergbaumuseum Röhrigschacht Wettelrode und bastelten aus unterschiedlichen Materialien Schachtanlagen. Fast 200 Kinder erlebten einen ereignisreichen Tag beim Kinderbergmannstag auf dem Gelände des Röhrigschachtes. An neun Stationen waren Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Wissen gefragt. Gewinner des Wanderpokals ist die Kita "Friedrich Fröbel" aus Sangerhausen. Einen erfolgreichen Start hatte auch das 1. Wettelröder Montanistische Kolloquium, das mit 54 Teilnehmern den Vortragsraum im Schachtgelände füllte. Zum Thema "Bergbau in Sachsen-Anhalt - Tradition mit Zukunft", hörten die Teilnehmer unter anderem, dass mit der BST Mansfeld in Niederröblingen die Bergbautradition mit Ausbildungsplätzen weitergeführt wird.

30.06.2008 Ausstellung "Kultur in Schichten" im Spengler-Museum zeigt archäologische Funde aus der Region Premiere für "Tell von Sangerhausen"

Sangerhausen/MZ/sro. Schon die Ausstellungseröffnung zeigte, dass das Team des Sangerhäuser Spengler-Museums mit dem Thema wieder einmal den Nerv des interessierten Publikums getroffen hatte. Etwa 70 Interessierte kamen am Freitagabend in den Mammutsaal der Einrichtung. Die neue Schau unter dem Motto "Kultur in Schichten - Archäologie am Autobahndreieck Südharz" zeigt einen Bruchteil der rund 150 000 Fundstücke, die bei der archäologischen Untersuchung der Autobahntrasse am künftigen Autobahndreieck Südharz bei Niederröblingen geborgen wurden.

Landrat Dirk Schatz (CDU) sagte in seinem Grußwort: "Mit dieser Ausstellung wird für Sangerhausen und die Region ein positives kulturelles Zeichen gesetzt." Der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Museums, Monika Frohriep, war es gelungen, unmittelbar nach Grabungsabschluss die wichtigsten Funde in das Museum zu holen. Erstmals wird der Siedlungshügel, der so genannte "Tell von Sangerhausen", dem Publikum präsentiert. In ihrer Eröffnungsrede hob Dr. Susanne Friederich, Referatsleiterin Großgrabungen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle, noch einmal die Bedeutung der Ausgrabung für die wissenschaftliche Forschung hervor. Zu dem rund einen Hektar großen Siedlungshügel ("Tell") sagte sie: "Bisher war diese Siedlungsform in Mitteleuropa noch nicht bekannt." Die Archäologin Ulrike Petersen, die selbst vor Ort gegraben hat und die Konzeption für die jetzige Ausstellung entwickelte, übernahm dann die erste Führung. Außer dem Collier der Bernsteinprinzessin gibt es noch einen fast ebenso schönen Kopfschmuck aus Taubenschneckengehäusen zu sehen. "Diese gibt es nur im Mittelmeerraum und sie kamen durch Handel in unsere Breiten", sagte Petersen. Viele weitere Fundstücke vermitteln einen Einblick in die zahlreichen Kulturen, die den "Tell" haben entstehen lassen. Auf zahlreichen Abbildungen kann man sich auch einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen der Ausgräber verschaffen.

Die Ausstellung "Kultur in Schichten - Archäologie am Autobahndreieck Südharz" ist bis zum 28. September 2008 im Spengler-Museum zu sehen.

05.06.2008 Autobahn wächst in Helme-Niederung Die Kipper fahren im Minutentakt

Niederröblingen/MZ. Die Bauarbeiten zwischen dem künftigen Autobahndreieck (AD) Südharz an der A 38 und der Helme-Niederung zwischen Nieder- und Oberröblingen sind nicht zu übersehen.

Mit Baggern, Planierraupen und anderen Baugeräten sind Mitarbeiter der ausführenden Firmen dabei, die Arbeiten an der künftigen Trasse der A 71 und den Brücken über die Helme und den Helme-Graben voranzutreiben. Im Minutentakt fahren schwere Kipper zur Baustelle und bringen Baumaterialien oder fahren Erdmassen weg. Eine Arbeitsgemeinschaft von der Hall-Bau GmbH und der Mölders Bausgesellschaft, beide aus Halle, hatten für das Bauvorhaben von der Planungsgesellschaft Deges den Zuschlag erhalten (MZ berichtete). Die Arbeiten im Feuchtgebiet der Helme gestalten sich kompliziert und aufwendig wegen des feuchten Untergrundes.

Volker Sell von der Ingenieurgemeinschaft Setztpfandt Weimar, der mit für die Bauüberwachung im Auftrag der Deges zuständig ist, war bereits beim erfolgreichen Brückenschlag über die Eisenbahnlinie Sangerhausen-Erfurt dabei. Er nennt die Kosten: "Diese belaufen sich für die Brücken über die Helme bei Niederröblingen (255 Meter) und den Helmegraben (78 Meter) auf zusammen rund 13 Millionen Euro." Dazu zählt auch die Brücke über die thüringische Helme bei Voigtstedt. Die Fertigstellung der Brückenbauwerke erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2010.

Parallel dazu beginnt in diesem Jahr der Trassenbau im Abschnitt Dreieck Südharz bis Artern. Mit einem Endtermin sind die Planer noch vorsichtig. Inzwischen gibt es laut Deges den Planfeststellungsbeschluss für den 11,3 Kilometer langen Abschnitt der A 71 zwischen Sömmerda und Hemleben im Kyffhäuserkreis. Im 1 700 Meter langen Schmücketunnel zwischen Hemleben und Oberheldrungen werden Restarbeiten erledig

16.05.2008 Spezialarbeiten in Heimkehle

Uftrungen/MZ. Fünf Mitarbeiter der Firma BST Mansfeld aus Niederröblingen waren damit beauftragt, Sicherungsarbeiten in der Heimkehle durchzuführen. Mit der Firma hat die Gemeinde Uftrungen als Träger der größten touristisch erschlossenen Gipsschauhöhle Deutschlands einen Partner aus der Region gefunden, der sich auf Spezialarbeiten Untertage versteht. Der Türstockausbau am Eingang und im Riegelgang ist aufgrund der Ergebnisse regelmäßiger Messungen notwendig. Dabei wird der Verformungsverlauf der Höhle beobachtet. Um die Sicherheit zu gewährleisten, dienen nun die zwei eingebauten Edelstahlträger der Abstützung des Deckgebirges.

21.04.2008 255 Meter langes Brückenbauwerk entsteht - Schwieriger Untergrund

Start für Arbeiten an Brücke der A 71 über die Helme

Niederröblingen/MZ. Die vorbereitenden Arbeiten für den Bau der Autobahnbrücken für die künftige A 71 über die Helme und den Helmegraben bei Niederröblingen haben begonnen. Die Brücke über die Helme wird laut Planungsgesellschaft Deges insgesamt 255 Meter lang, die über den Helmegraben hat eine Länge von 78 Metern. Beide Bauwerke kosten rund 13 Millionen Euro. Die Gründungsarbeiten im Ried gestalten sich wegen des feuchten Untergrunds nicht einfach und sind aufwändig.

Ausgeführt wird der Brückenbau durch eine Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen Hall Bau GmbH und Mölders Baugesellschaft, die beide in der Stadt Halle ansässig sind.

Im März haben Bauleute vom Hoch-, Tief und Ingenieurbau Greußen (Thüringen) die zwölf Betonfertigteile auf die Widerlager der künftigen Autobahnbrücke zwischen Voigtstedt und Edersleben gesetzt. Die Montage der rund 90 Tonnen schweren Betonelemente erfolgte in insgesamt drei Nächten. In der Bauzeit war der Zugverkehr zwischen Sangerhausen und Erfurt eingestellt worden. Das Sturmtief "Emma" hatte die Arbeiten dann vorläufig zum Erliegen gebracht (die MZ berichtete).

Die Brücke über die Eisenbahn kostet 2,5 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung aller Brückenbauwerke soll der Bau der Trasse für die A 71 in Angriff genommen werden, die bei Niederröblingen an die Südharzautobahn A 38 angeschlossen wird.

02.04.2008 Vor zehn Jahren

Eine Baufirma hat jetzt mit den Bauarbeiten am künftigen Radweg zwischen den Nachbargemeinden Oberröblingen und Niederröblingen begonnen, berichtete die MZ vor zehn Jahren. Auf der alten, vor Jahren stillgelegten Bahntrasse wird erst Kalkschotter und später Bitumen aufgewalzt, hieß es in dem Bericht.

19.03.2008 Bergarbeiterverein zieht Bilanz - 500 Stunden freiwilliger Arbeit im

Röhrigschacht Wettelrode geleistet Revierkarte ziert Vereinszimmer

Sangerhausen/MZ/pl. Rund 500 Stunden an freiwilliger Arbeit haben die Mitglieder des Vereins Mansfelder Bergarbeiter im Röhrigschacht allein im letzten Jahr geleistet. Und das gehört unbedingt mit zur Jahresbilanz der rund 100 Vereinsmitglieder auf der Mitgliederversammlung. In der Grundschule Südwest, die sonst mit fröhlichem Kinderlachen ausgefüllt ist, machte deshalb der traditionelle Bergmannsgruß "Glück auf" die Runde. Die Berichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters, der Revisionskommission sowie der Haushaltsplan fanden die einhellige Zustimmung der Mitgliederversammlung und so konnten Vorstand und Hauptausschuss entlastet werden.

Der traditionsbewusste Verein hält seit vielen Jahren erfolgreich die bergmännischen Traditionen in der Stadt und der Region hoch. Und ist bemüht, sie für die Nachwelt zu erhalten. Die gute Bilanz, die der langjährige Vorsitzende Franz Sommer wieder vorlegte, konnte sich sehen lassen. Dazu gehören die Teilnahme von Vereinsmitgliedern an zahlreichen Veranstaltungen wie Festumzügen, Aufmärschen und Bergparaden Deutschland weit. Mit Engagement unterstützen die Bergleute den Wettelröder Museumsschacht.

Und so füllte sich die schwergewichtige Chronik auch im letzten Jahr wieder mit Aktivitäten der Bergleute. Seit dem Gründungstag am 15. Januar 1991 an ist belegt, was die rührigen Bergleute alles gemacht haben. Für das vergangene Jahr ist u.a. eine Befahrung des Schmücke-Tunnels belegt sowie die Teilnahme am historischen Rosenumzug und die Besteigung der Halden in Sangerhausen und Niederröblingen.

In der dicken Chronik kann man das alles Nachlesen. Dass sich die Region nach wie vor mit dem Bergbau identifiziert machte Oberbürgermeister Dieter Kupfernagel deutlich.

Der Bergbau habe die Geschichte der Stadt geprägt. "Wir haben uns zum Bergbaumuseum Wettelrode bekannt und dazu stehen wir", so Kupfernagel, der für eine effektive Zusammenarbeit aller Museen unter dem Motto "Luthers Heimat" warb. Er verstehe die begrenzte Sichtweite einiger Eisleber nicht, die nun denken Luther würde ihnen genommen. Wir sind ein Landkreis Mansfeld-Südharz und da gehöre Luther dazu. Da war dem Oberbürgermeister der Beifall der Kumpel sicher.

Diesen Gedanken griff auch Gerhard Boltz vom Bergschulverein der Lutherstadt auf und überreichte eine Karte von 1888 auf der das Mansfelder und Sangerhäuser Revier dargestellt ist. Diese historische Revierkarte wird nun das Sangerhäuser Vereinszimmer zieren.

Beifall gab es übrigens auch für Bernd Aberle. Der Prokurist von BST Mansfeld Niederröblingen wurde Mitglied im Bergarbeiterverein. "Glück auf der Steiger kommt", das traditionelle Bergmannslied, das am Schluss aus fast 100 Kehlen erschallte, ließ die Mitgliederversammlung ausklingen.

18.03.2008 Frühjahrsputz in Niederröblingen - Neue Hinweisschilder aufgestellt

Ein Storchennest neu gebaut

Niederröblingen/MZ. Mehr als sechzig Niederröblinger folgten am Wochenende dem Aufruf ihres Bürgermeisters Dieter Pallmann (CDU) zum Frühjahrsputz. Die Schönheitskur für den Ort an der Helme hat schon Tradition. Und so konnte man am Samstag wieder die Niederröblinger mit Besen, Hacke, Spaten und Rechen bewaffnet durchs Dorf ziehen sehen.

Während ein Trupp an der Gänsewiese in der Nähe des Sportplatzes ein Storchennest errichtete, waren andere an den Biotopen an der Helme zu Gange, um dort für Ordnung zu sorgen. An anderer Stelle wurden Rasenflächen vom Wintergrau befreit. In den Streuobstwiesen wurden neue Bäume gepflanzt und am Sportplatz erhielten die Sitzgruppen neue Dächer.

Viele Orte bekamen neue rustikale Schilder aus eigener Werkstatt, die auch dem Fremden den rechten Weg weisen und dabei auf romantische Eckchen des Helmedorfes aufmerksam machen sollen. Baumverschnitt landete auf dem einem großen Haufen, der dann zum Osterfeuer die Niederröblinger zur Begrüßung des Frühlings einlädt.

Nach dem Arbeitseinsatz zur Verschönerung des Ortes trafen sich die vielen fleißigen Helfer zum schmackhaften Wildgulasch und dem einen oder anderen schmeckte auch das Bierchen nach getaner Arbeit. "Das schöne Frühjahrswetter lockte wieder viele zum Frühjahrsputz. Unser Heimatort wurde noch schöner", freute sich Bürgermeister Pallmann, den eine schwere Grippe ans Bett gefesselt hatte.

Auch vor der eigenen Haustür wurde gekehrt und geputzt sowie mancher Wegesrand vom Unkraut befreit. Viele Blumenrabatten verschönern die Ortsansicht.

08.03.2008 Zwei Autobahnbrücken der A 71 nahe Edersleben haben ein "Dach" –Sturmböen beeinträchtigen die Arbeit Brückenschlag glückt in der Nacht

Zwei Autobahnbrücken der Autobahn 71 zwischen Voigtstedt in Thüringen und Edersleben sind jetzt fertig gestellt. Vier Brücken entstehen auf diesem Teilstück der Autobahn, das bis zum Jahr 2010 bis zum Autobahndreieck Südharz befahrbar sein soll.

Es ist die Nacht. Der letzte Zug in Richtung Erfurt passiert die Baustelle an der künftigen Autobahntrasse der A 71 zwischen Voigtstedt in Thüringen und Edersleben. Gleich neben der Landesgrenze entstehen vier Brücken. Zwei der Autobahnbrücken sollen ihr "Dach" erhalten. Das heißt, auf die fertigen Widerlager werden Betonfertigteile gelegt. Das sei an sich kein Problem, so Dirk Valentin, Baubevollmächtigter der Planungsgesellschaft Deges.

Die Dimensionen der Fertigteile haben es freilich in sich. Schon eines für die Brücke über die Eisenbahn bringt an die 90 Tonnen auf die Waage. Und zwölf der rund 35 Meter langen Teile werden benötigt. Immerhin entspricht das fast Fußballfeldbreite. Um diese Kolosse anzuheben, wurde ein Mobilkran mit 700 Tonnen Hubkraft geordert. Für die Montagearbeiten steht praktisch nur ein Zeitfenster in der Nacht zwischen 23.30 Uhr und 3.30 Uhr zu Verfügung. In dieser Zeit muss der Zugverkehr unterbrochen und die Oberleitung abgeschaltet werden. In drei Nächten zuvor hat alles reibungslos geklappt. Jetzt fehlen noch drei Fertigteile.

Flutlicht taucht die riesige Baustelle in grelles Gelb. Es pfeift ein kalter Wind und feiner Nieselregen macht die Nachtschicht noch unangenehmer. Nässe kriecht selbst unter die Wettersachen der Bauleute, die entweder oben auf den Brückenwiderlagern die Montage vorbereiten oder die Betonteile auf den Lkw-Hängern für ihre "Luftfahrt" vorbereiten. "Ist ziemlich ungemütlich", sagt Volker Sell trocken. Sell ist mit seinen Kollegen von der Ingenieurgemeinschaft Setzpfand aus Weimar für die Bauüberwachung zuständig. Für eine sichere Luftfahrt müssen die Stahltrossen genau austariert werden, damit die schwere Fracht nicht verrutscht. Das wäre fatal. Matthias Ebbert hat es sich im Sitz seines Kranautos bequem gemacht. Es ist kurz vor 23.30 Uhr. Die Bauleitung wartet auf die Information, dass die Bahnlinie Sangerhausen-Erfurt für den Zugverkehr gesperrt und der Strom abgeschaltet ist. In der Krankanzel ist es mollig warm, darauf sind die Männer des Greußeners Unternehmens Hoch-, Tief und Ingenieurbau (HTI) nicht neidisch, denn die Verantwortung, die Ebbert für die Last am Haken hat, möchten sie nicht teilen. Aber auch die HTI-Leute haben "ihre Last zu tragen".

Dann kommt die Information "Oberleitung stromlos", und Ebbert kann mit sanften Bewegungen seines Joysticks das erste Teil in die dunkle Nacht heben. Für die Männer ist die Montage inzwischen Routine. Ziemlich flott folgen die letzten beiden Fertigteile. Im Bautagebuch steht dann: "Letztes Teil wurde um 2.30 Uhr montiert." Was keiner notiert hat, ist die schwere Arbeit bei Wind und Wetter. Nachrichten vom heran nahenden Sturmtief "Emma" machen der Bauleitung Kopfzerbrechen. Am Samstag soll nämlich die Nachbarbrücke ihr "Dach" erhalten. Bis Montagebeginn muss der Mobilkran an die Landstraße umgesetzt werden, das klappt auch reibungslos - nur nebenan zerzaust "Emma" schon die Pappeln.

Der mit notwendigem Ballast 300 Tonnen schwere und 587 PS-starke Mobilkran koste eine Menge Geld, wenn er sich nicht bewegt. Die genaue Summe pro Tag will keiner nennen, es dürften ein paar Tausend Euro sein. Zeit ist Geld. Und dann immer wieder der Blick zum Windmesser, der sich immer schneller dreht. Inzwischen sind es weit mehr als 15 Meter pro Sekunde. Dann fällt die Entscheidung: "Wir brechen die Montage ab, ist zu gefährlich."

Am Sonntagabend hat sich das Sturmtief verflüchtigt und die Montagearbeiten an der Brücke über die Landstraße zwischen Voigstedt und Edersleben können weiter gehen. "Alles ging gut, das sind hier alles Profis", lobt schließlich Kranführer Matthias Ebbert aus Nordrhein-Westfalen die Bauleute. Die stammen übrigens alle, bis auf einen aus Thüringen. Und der eine ist ein Sachse, war schmunzelnd zu hören. An den insgesamt vier Brücken, die an der Landesgrenze entstehen, gibt es freilich noch allerhand zu tun. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2008 geplant. Dann könnte, wenn alles klappt, mit dem Bau der Trasse begonnen werden. Für dieses Baulos zeichnet dann eine Arbeitsgemeinschaft aus Sachsen-Anhalt die Hall-Bau/Mölders Baugesellschaft aus Halle verantwortlich.

Die vier Brücken bei Voigtstedt kosten insgesamt 7,5 Millionen Euro, allein für die Brücke über die Eisenbahn sind 2,3 Millionen fällig. Etwas mehr - nämlich rund 13 Millionen Euro kosten dann die Brücken bei Niederröblingen über die Helme und über die so genannte kleine Helme. Dort wird schon tüchtig an der Baustraße gebuddelt. Die ist notwendig, um im feuchten Ried die Baustellen mit schwerem Gerät ohne "einzusacken" zu erreichen. Dieses Autobahnteilstück wird wahrscheinlich im Frühjahr 2010 fertig gestellt sein. Nicht viel später dürfte dann auch schon der Verkehr aus Thüringen kommend über das Dreieck Südharz bei Sangerhausen rollen.

05.03.2008 Brückenbau bei Niederröblingen soll im Frühjahr beginnen –

Tausende Tonnen Boden abgetragen Bagger wühlen am Autobahndreieck

Niederröblingen/MZ/pl. Bagger, Planierraupen und 16-Tonner-Lastkraftwagen wühlen sich derzeit regelrecht am künftigen Autobahndreieck "Südharz" durch den feuchten Boden.

Mitarbeiter des in Halle ansässigen Unternehmens Hallbau-Papenburg sind dabei, mehrere tausend Tonnen Mutterboden abzutragen. Der Aushub wird für den späteren Einbau auf einer Halde gelagert. Zuvor hatten die Bauleute die Entwässerung für die Baustraße entlang der künftigen Trasse der Autobahn 71, die zwischen Niederröblingen und Oberröblingen an die Südharz-Autobahn A 38 angebunden wird, installiert.

Anfang März erhält die Autobahn-Brücke bei Voigtstedt übrigens ihr "Dach". Sprich, die Betonteile, die die Fahrbahn tragen sollen, werden auf die Widerlager gelegt. Auch der Bau der 270 Meter langen Helme-Brücke bei Niederröblingen soll noch im Frühjahr diesen Jahres beginnen.

04.03.2008 Emsiges Treiben auf Baustelle der A 71 - Baugrund vorbereitet Bauarbeiter schütten Erde für Damm auf

Niederröblingen/MZ. Sylvio Bandisch dirigiert den Kipper per Handzeichen in die riesige mit weißem textilartigen Belag ausgelegte Baugrube. Dann hebt er den Arm, und der Lkw-Fahrer betätigt den Hebel. Krachend und polternd rutscht eine Tonne schwere Lkw-Ladung groben Schotters in die vorbereitete Baugrube.

In der Flur Niederröblingens, zwischen der Helme und der Südharzautobahn A 38, stören derzeit Planierraupen, Bagger und schwere Lkw den erwachenden Märzmorgen. Gleich neben der Landstraße stehen Container einer Baustelleneinrichtung, rechts und links der L 219, die Oberröblingen mit Allstedt verbindet, fauchen die Motoren. Arbeiter in ihren leuchtend orangefarbenen Overalls sind emsig dabei, den Grund der künftigen Baustraße zu sichern. "Ziemlich schwieriger Untergrund hier", schätzt Polier Sylvio Bandisch ein.

An manchen Stellen musste der Untergrund metertief ausgehoben werden, um die Wassermassen dann per Sperrmatten und diversen Schotterladungen "in den Griff zu bekommen". Seit ein paar Tagen sind Bandischs Leute dabei, die Baustraße anzulegen. Auf der sollen dann die Fahrzeuge sicher bis zur künftigen Helme-Brücke rollen können. Über die Baustraße, die sich parallel zur künftigen Trasse der A 71 hinzieht, wird bald die Baustelle der rund 270 Meter langen Helme-Brücke mit Baustoffen versorgt. "Dort geht es bald los, 2009 soll die schon fertig sein", weiß der Hall-Bau-Polier.

Neben der Baustraße wird zudem ein Damm aufgeschüttet, der das Gelände bis zum Dreieck Südharz ausgleicht, daher sei noch ein Brückenbau über die L 219 notwendig, denn die A 71 wird über sie hinweg führen, so Bandisch. Für die Dammschüttung sind rund 300 000 Tonnen Erdreich notwendig, das neben der A 38 abgetragen und in die künftige Trasse der A 71 eingebaut wird. Lange Transportwege für die Massentransporte wird es also nicht geben. Vom geplanten Autobahn-Dreieck Südharz bis zur Landesgrenze im Helmeried sind es 4,9 Kilometer. Und auch dort zwischen Voigtstedt im Thüringischen und Edersleben tut sich derzeit allerhand, vor allem an den Brückenbauten wird schon emsig gewerkelt. Zwischen 2009 und 2010 könnte der Fahrzeugverkehr aus Richtung Heldrungen/Artern rollen.

03.03.2008 Sturmtief sorgt für Abbruch Brückenbau an der A 71

Voigtstedt/MZ/pl. In den frühen Morgenstunden des Sonnabends setzten Bauleute vom Hoch-, Tief und Ingenieurbau Greußen (Thüringen) punkt 2.30 Uhr das letzte der insgesamt zwölf Betonfertigteile auf die Widerlager der künftigen Autobahnbrücke (A 71) zwischen Voigtstedt und Edersleben.

Die Montage der rund 90 Tonnen schweren Betonelemente erfolgte in insgesamt drei Nächten. In der Zeit zwischen 23.30 und 3 Uhr nachts war der Zugverkehr zwischen Sangerhausen und Erfurt eingestellt worden. Noch in der Nacht zum Samstag wurde der 700-Tonnen-Kran umgesetzt, damit mit der Montage einer weiteren A 71-Brücke über die Landstraße zwischen Voigtstedt und Edersleben erfolgen konnte.

Das Sturmtief "Emma" hat die Arbeiten dann zum Erliegen gebracht. Die Brücke über die Eisenbahn kostet 2,5 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung aller Brückenbauwerke soll die A 71-Trasse in Angriff genommen werden, die bei Niederröblingen an die Südharzautobahn A38 angeschlossen wird.

28.02.2008 Heute Fachveranstaltung Spezialfirma sucht Azubis

Niederröblingen/MZ. Es werden wieder Auszubildende als Bergmechaniker gesucht. In einer Informationsveranstaltung in der Agentur für Arbeit Sangerhausen im Baumschulenweg 1, Raum 300, stellt Bernd Aberle von der Firma BST Mansfeld GmbH Niederröblingen die Berufsausbildung zum Bergmechaniker vor. Die Veranstaltung findet am heutigen Donnerstag, 28. Februar, 16.30 Uhr, statt.

Die Firma BST führt Spezialarbeiten im Bergbau, Bauwesen und Umweltschutz durch. Gesucht werden interessierte Jugendliche ab 17 Jahren. Bergmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre.

26.02.2008 Bauleute schütten den Damm auf

Niederröblingen/MZ. Zwischen der Helme und der A 38 wächst derzeit eine Baustraße heran. Auf ihr sollen die Baufahrzeuge bis zur Baustelle der künftigen, rund 270 Meter langen Helmebrücke rollen können, um diese mit Baustoffen zu versorgen. Im Jahr 2009 soll die neue Brücke fertig sein. Neben der Baustraße wird zudem ein Damm aufgeschüttet, der das Gelände bis zum Dreieck Südharz ausgleicht, daher ist noch eine Brücke über die L 219 notwendig, denn die A 71 wird über sie hinweg führen. Für die Dammschüttung sind rund 300 000 Tonnen Erdreich notwendig, das neben der A 38 abgetragen und in die künftige Trasse der A 71 eingebaut wird.

25.02.2008 Erdgastrasse durch Allstedter Flur

Allstedt/MZ/bth. Der Energieversorger RWE plant 2010/11 den Bau einer Ferngasleitung von der tschechischen bis zur belgischen Grenze. Dort hindurch soll russisches Erdgas bis nach Großbritannien geleitet werden. Die Linie quer durch Deutschland tangiert auch die Allstedter Flur, nämlich am Galgenberg. Die Leitung durchquert die Gemarkungen Winkel, Allstedt, Mittelhausen, Wolferstedt, Nienstedt und Niederröblingen. Die Pipeline hat einen Durchmesser von einem Meter. Sie wird unterirdisch verlegt. Der Investor kündigte an, einen 30 Meter breiten Baustreifen zu benötigen. Untersucht wird die gesamte Strecke auf einer Breite von einem Kilometer.

20.02.2008 Niederröblinger Firma bildet Berufsnachwuchs Untertage aus –

Kooperationsvertrag Bergmänner jetzt wieder mit Zukunft

Niederröblingen/MZ. Der Beruf des Bergmanns hat wieder Zukunft - davon ist nicht nur Bernd Aberle, Chef von BST (Bergbau, Stollen-und Tunnelbau) Mansfeld mit Sitz in Niederröblingen, überzeugt. Seine Zuversicht teilt auch Antje Siemann, Geschäftsführerin der Rosenstadt Sangerhausen GmbH: Beide Unternehmen wollen einen Kooperationsvertrag eingehen mit dem Ziel, gemeinsam Bergleute auszubilden. So wird BST Mansfeld in diesem Jahr mit der Einstellung von sieben Auszubildenden ein neues Kapitel in der Ausbildung von künftigen Bergleuten aufschlagen und die Rosenstadt Sangerhausen GmbH wird sich mit zwei Bergbaulehrlingen beteiligen, die unter den BST-Fittichen zum Bergbaumechaniker ausgebildet werden. Neun künftige Bergleute, das sei ein guter Anfang, so Aberle und Siemann. "Wir brauchen hoch motivierten und gut ausgebildeten Nachwuchs", sagt Bernd Aberle. Bergbau, Stollen- und Tunnelbau Mansfeld - das Unternehmen ist inzwischen auf 120 Mitarbeiter gewachsen - sei ein begehrter Dienstleister für Produktionsbetriebe deutschlandweit und arbeite auch im Ausland. Die Auftragslage für die Spezialarbeiten sei gut. In den nächsten Jahren würden altersbedingt zahlreiche Mitarbeiter ausscheiden, deshalb setze man auf ein solides Ausbildungskonzept.

Während die Ausbildung zum Bergmann bei BST gute Tradition ist - bislang wurden jedes Jahr zwischen ein oder zwei Azubis eingestellt - gehen die "Rosengärtner" neue Wege. "Wir müssen vorausschauen und uns auf einen Generationswechsel im Bergbaumuseum Wettelrode einstellen", umreißt Antje Siemann die Aufgabe und da passe eine Kooperation mit einem renommierten bergmännischen Unternehmen aus der Region "richtig gut ins Konzept".

Ein Punkt im künftigen Kooperationsvertrag werden Wartungsarbeiten unter Tage sein, die von den künftigen Bergbaumechanikern realisiert werden. "Da freuen wir uns schon richtig drauf", so die Jugendlichen gleich lautend.

20.02.2008 Brückenbau bei Niederröblingen soll im Frühjahr beginnen -

Tausende Tonnen Boden abgetragen Bagger wühlen am Autobahndreieck

Niederröblingen/MZ/pl. Bagger, Planierraupen und 16-Tonner-Lastkraftwagen wühlen sich derzeit regelrecht am künftigen Autobahndreieck "Südharz" durch den feuchten Boden.

Mitarbeiter des in Halle ansässigen Unternehmens Hallbau-Papenburg sind dabei, mehrere tausend Tonnen Mutterboden abzutragen. Der Aushub wird für den späteren Einbau auf einer Halde gelagert. Zuvor hatten die Bauleute die Entwässerung für die Baustraße entlang der künftigen Trasse der Autobahn 71, die zwischen Niederröblingen und Oberröblingen an die Südharz-Autobahn A 38 angebunden wird, installiert.

Anfang März erhält die Autobahn-Brücke bei Voigtstedt übrigens ihr "Dach". Sprich, die Betonteile, die die Fahrbahn tragen sollen, werden auf die Widerlager gelegt. Auch der Bau der 270 Meter langen Helme-Brücke bei Niederröblingen soll noch im Frühjahr diesen Jahres beginnen.

 
 

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