Besucher

Counterstart: 06.11.2011
Jetzt Online: 0
Heute: 6
Gestern: 16
Gesamt: 43.964
Aufrufe diese Seite: 961

Statistik

Suche


Wetter

Landesmuseum

Archäologen legen 7500 Jahre alten Brunnen frei

erstellt 08.09.11, 12:39h, aktualisiert 08.09.11, 14:19h

Die Aufsicht auf einen Kastenbrunnen im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle). (FOTO: DPA)

Halle (Saale)/dpa. Archäologen haben einen rund 7500 Jahre alten hölzernen Kastenbrunnen aus der Steinzeit freigelegt. «Es ist der weltweit älteste Brunnen seiner Art», sagte die Archäologin Susanne Friederich am Donnerstag bei der Vorstellung des Fundes, der in monatelanger Kleinarbeit in einem Labor im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle untersucht worden sei.

Der Brunnen war bei Grabungen in einer Steinzeitsiedlung bei Niederröblingen im Landkreis Mansfeld-Südharz im Sommer 2009 entdeckt und dann nach Halle gebracht worden. Zuvor galt ein 2002 in Leipzig entdeckter Kastenbrunnen als der älteste der Welt. Dieser sei aber nur 7270 Jahre alt, hieß es.

Der Brunnen von Niederröblingen stand laut Friederich am Rande einer Siedlung, die rund 5500 Jahre von der Steinzeit, über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit existierte und vor 2000 Jahren aufgegeben wurde. Mit Spezialtechnik wurde der 1,78 Meter mal 1,01 Meter große und 2,5 Meter tiefe Brunnen als kompletter 22 Tonnen schwerer Block geborgen. Im Innern fanden die Archäologen hauptsächlich Lehmschutt und Rinderknochen.

«Das Holz am Rand ist deutlich jünger als der Brunnen, so dass wir zunächst von einem Brunnenalter von 7100 Jahre ausgegangen waren»,sagte die Archäologin. Wie die Experten dann während der Untersuchungen herausfanden, wurde der Brunnenrand in späterer Zeit ausgebessert. Der Brunnen selbst sei von den ersten Bauern Mitteleuropas während der sogenannten Linienbandkultur angelegt worden. Der Name leitet sich von der charakteristischen Verzierung der keramischen Gefäße, in die Linienbandmuster geritzt wurden, ab, erklärte Friederich.

Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist die berühmte rund 3600 Jahre alte Bronzeplatte «Himmelsscheibe von Nebra» ausgestellt.

 


Quelle: MDR Sachsen Anhalt

Vor 7.500 Jahren gebaut: Archäologen präsentieren ältesten Brunnen der Welt

Sachsen-Anhalt kann sich über einen Weltrekord freuen: Das Land besitzt den ältesten Brunnen der Welt. Er ist rund 7.500 Jahre alt und stammt aus der Steinzeit. Das sagte Archäologin Susanne Friederich am Donnerstag bei der Präsentation des hölzernen Brunnens, der in monatelanger Kleinarbeit im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle untersucht worden war.

Der Brunnen war vor zwei Jahren bei Grabungen in einer Steinzeitsiedlung bei Niederröblingen entdeckt und dann mit Spezialtechnik als 22 Tonnen schwerer Block nach Halle gebracht worden. Im Innern fanden die Archäologen hauptsächlich Lehmschutt und Rinderknochen. Zuvor galt ein 2002 in Leipzig entdeckter Kastenbrunnen als der älteste der Welt. Dessen Alter bezifferte Friedrich aber "nur" auf 7.270 Jahre.

Von den ersten Bauern Mitteldeutschlands errichtet

Der Brunnen von Niederröblingen hatte am Rand einer Siedlung gestanden, die rund 5.500 Jahre - von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit - existierte und vor 2.000 Jahren aufgegeben worden war. Er war von den ersten Bauern Mitteleuropas während der sogenannten Linienbandkultur angelegt worden. In jener Zeit waren Brunnen besonders wichtig, um sauberes Trinkwasser zu gewinnen.

Der Steinzeitbrunnen war bei Niederröblingen entdeckt worden.

X Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie diese Seite nutzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.